{"id":162,"date":"2015-07-01T10:59:42","date_gmt":"2015-07-01T08:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/gruenholz.info\/V2\/?page_id=162"},"modified":"2024-07-14T14:09:38","modified_gmt":"2024-07-14T12:09:38","slug":"ueber-gruenholzgestaltung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruenholz.info\/?page_id=162","title":{"rendered":"\u00dcber Gr\u00fcnholzgestaltung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gr\u00fcnes Holz<\/strong>, das ist frisches Holz, ungetrocknet. Aber reisst das dann nicht, und haben wir nicht mal geh\u00f6rt, dass man nur trockenes Holz verarbeiten kann?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_uebgru_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-198 alignleft\" src=\"http:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_uebgru_1-150x150.jpg\" alt=\"L1270678\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_uebgru_1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_uebgru_1-184x184.jpg 184w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Es kommt drauf an, was man draus macht. Wenn ich masshaltige T\u00fcren oder Fenster bauen will, tue ich gut daran trockenes Holz zu verwenden, aber wenn ich eine Schale schnitze ist das schon anders.<\/p>\n<p>Und besonders wenn ich mit Handwerkzeugen arbeiten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Auch harte H\u00f6lzer lassen sich gr\u00fcn schnell und leicht mit K\u00f6rperkraft formen, und Risse kann ich vermeiden, wenn ich einige grundlegende Holzeigenschaften verstehe und beachte.<\/p>\n<p>Aber vor allem macht es Freude, staubfrei und leise zu arbeiten, mit wundersch\u00f6nen H\u00f6lzern, die ich in meiner nahen Umgebung finden kann.<\/p>\n<p><strong>Stellen sie sich vor<\/strong>, wir h\u00e4tten vor 2 Generationen das Fahrradfahren vergessen. Sicher k\u00f6nnen wir fast \u00fcberall per Auto hingelangen, aber das sch\u00f6ne Gef\u00fchl, sich aus eigener Kraft leise und sanft durch die Natur zu bewegen k\u00f6nnen Autos nie ersetzen. Und so \u00e4hnlich ist es mit dem Gr\u00fcnholzarbeiten. Es ist die \u00e4lteste Art \u00fcberhaupt Holz zu bearbeiten, und bis in die 1930er Jahre war es in l\u00e4ndlichen Gegenden noch so selbstverst\u00e4ndlich auf diese Art h\u00f6lzerne Gebrauchsgegenst\u00e4nde herzustellen, dass es nicht mal als erw\u00e4hnenswert empfunden wurde.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-199 alignright\" src=\"http:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_holzweg_1-150x150.jpg\" alt=\"L1250651\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_holzweg_1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Bild_holzweg_1-184x184.jpg 184w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>Dann aber gerieten die alten Techniken innerhalb einer Generation in fast v\u00f6llige Vergessenheit. Zu Unrecht, denn mit frischem Holz zu gestalten, der gewachsenen Form zu folgen und mit wenigen Handwerkzeugen sch\u00f6ne und n\u00fctzliche Dinge herzustellen kann wunderbar entspannen und befriedigen.<\/p>\n<p><strong>Es ist ein anf\u00e4ngerfreundlicher und ungef\u00e4hrlicher Einstieg<\/strong> in die grosse Welt des Holzwerkens. Zugleich kann man auch als schon erfahrener Holzwerker beim Gr\u00fcnholzschnitzen die grosse Vielfalt unser heimischen H\u00f6lzer kennen und nutzen lernen, und erschliesst sich Holz wieder als eine Materialquelle, die in unserer unmittelbaren Umgebung geerntet werden kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/katy-eiche-1-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-618\" src=\"https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/katy-eiche-1-3-89x300.jpg\" alt=\"Holsschnitt Mensch und Eiche\" width=\"89\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/katy-eiche-1-3-89x300.jpg 89w, https:\/\/gruenholz.info\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/katy-eiche-1-3.jpg 189w\" sizes=\"(max-width: 89px) 100vw, 89px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<p><strong>Es geht aber nicht nur um die handwerkliche Verarbeitung des Holzes, sondern auch um die B\u00e4ume, die dieses liefern.<\/strong>  B\u00e4ume sind sanfte Riesen, und geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesteten Lebewesen, mit denen wir diesen Planeten teilen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht ohne sie leben, aber auch nicht ohne ihr Holz zu verwenden. Und deshalb sollten wir ihnen mit Achtung begegnen und unseren Waldbau und die Holzernte so naturnah wie m\u00f6glich gestalten. Einher mit dem Gr\u00fcnholzwerken geht der Kontakt zum Baum als Lebewesen und die Besch\u00e4ftigung mit dem \u00d6kosystem Wald.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Spannungsfeld zwischen Liebe zu und Verarbeitung von B\u00e4umen<\/strong> habe ich 2014 in dem 3 Jahre dauernden Projekt &#8222;Ein Baum aus der G\u00f6hrde&#8220; ausgelotet.  Gemeinsam in einer Gruppe von 30 Handwerkern, K\u00fcnstlern, F\u00f6rstern und \u00d6kologen haben wir eine 353 j\u00e4hrige Traubeneiche aus der G\u00f6hrde ein Jahr lang naturkundlich erforscht, sie dann gef\u00e4llt und danach so vollst\u00e4ndig und vielf\u00e4ltig wie m\u00f6glich verarbeitet.  Verarbeitet kam der Baum dann zu einer Ausstellung wieder zusammen und tourte ein Jahr lang durch Norddeutschland mit einem letzten Auftritt auf der LIGNA 2017 in Hannover.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dokumentiert wurde das Projekt in dem Buch &#8222;Ein Baum aus der G\u00f6hrde&#8220;<\/strong>, das im Naturum erh\u00e4ltlich ist (willkommen@naturum-goehrde.de).<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ein Auszug aus dem Buch mit meinen Gedanken zur F\u00e4llung:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Baum aus der G\u00f6hrde- die F\u00e4llung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach grauen Wintertagen mal wieder ein sonniger Morgen. Ich wache auf und denke an die Eiche. Morgen, zum Neumond im Januar 2015, wollen wir diesen Baum f\u00e4llen, und heute schon wollen die Kletterer in die Krone steigen, um die Stark\u00e4ste einzeln abzus\u00e4gen und vorsichtig zu Boden zu lassen.<br>Immer wieder frage ich mich: ist das richtig, was wir hier tun?<br>Noch nie habe ich selber einen so grossen und alten Baum gef\u00e4llt.<br>Ich arbeite seit einem Vierteljahrhundert mit Holz und ernte seit 15 Jahren selber den gr\u00f6ssten Teil meines Materials. Noch nie habe ich mich vor der angestrebten Verarbeitung so intensiv mit einem einzelnen Baum besch\u00e4ftigt.<br>Ich habe diese Traubeneiche zusammen mit den F\u00f6rstern und anderen aus der Gruppe im vergangenen Winter ausgew\u00e4hlt f\u00fcr dieses Projekt. Wir haben ein Jahr lang ihren Standort, ihre Geschichte, ihre \u00d6kologie und ihre Besonderheiten so weit wie m\u00f6glich erkundet.<br>Ich habe den Baum vielfach besucht, alleine, und Gruppen dorthin gef\u00fchrt. Ich habe ihn im Wechsel der Jahreszeiten beobachtet, war erstaunt, wieviel gr\u00f6sser er belaubt aussah, und wie er wieder zu schwinden schien, sobald die Bl\u00e4tter gefallen waren. Ich habe eine Nacht unter seiner Krone geschlafen und habe im Herbst mit Kindern Eicheln gesammelt um eine Nachzucht zu versuchen.<br>Und nun will ich ihn f\u00e4llen, den Tod eines uralten Lebewesens auf mich nehmen, um sein Holz zu verarbeiten, und wieder steigt in mir die Frage auf: ist das richtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke an die breiten Bohlen, die ich im Laufe meines Handwerkerlebens verarbeitet habe, die von \u00e4hlich grossen B\u00e4umen kamen, die ich nicht kannte. Wer kann ohne Holz leben?<br>Wir verdanken den B\u00e4umen so unendlich viel, die Luft, den Boden, das Klima. Sie sind die gr\u00f6ssten und \u00e4ltesten Lebwesen auf unserem Planeten. Wir k\u00f6nnen nicht ohne sie \u00fcberleben,und m\u00fcssen sie bewahren und sch\u00fctzen, aber wir k\u00f6nnen auch nicht \u00fcberleben, ohne immer wieder manche von ihnen zu t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich weiss, das diese Eiche hier nur w\u00e4chst, weil sie seit ihrer fr\u00fchen Jugend von Menschen gef\u00f6rdert und gepflegt worden (w\u00e4re dem nicht so, w\u00fcchsen an diesem Standort heute nur Buchen). Sie ist nicht Teil eines Urwaldes, sondern Teil eines alten Wirtschaftswaldes.<br>Sie ist ein Veteran, aber nicht die einzige von diesem Format. Sie ist ein wundersch\u00f6ner, ein grosser, ein alter und ein schlagreifer Baum. Nat\u00fcrlich muss ich nicht genau diese Eiche f\u00e4llen, aber wird irgendetwas besser, wenn ich stattdessen zur Holzhandlung gehe und Holz von sonstwoher kaufe?<br>Es tut manchmal weh, genau hinzusehen.<br>Ich fahre in den Wald.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort geht alles wie geplant. Jens klettert akrobatisch in der Eiche herum, wir helfen und lassen die grossen \u00c4ste, die er angeseilt abschneidet, vorsichtig zu Boden. So erhalten wir mehr nutzbares Material, weil weniger beim F\u00e4llen zerbricht, und auch die umstehenden B\u00e4ume werden geschont. Leider ist im letzten Sturm die tote, hohle Nachbareiche umgekippt, die als Habitatbaum, als Wohnraum f\u00fcr Spechte, Eulen, Flederm\u00e4use und K\u00e4fer stehen bleiben sollte. Nichts ist statisch im Wald, nun ist sie ein Totholzhabitat am Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Tag ist Dienstag, der 20. Januar.<br>Heute ist Neumond, ein Winterneumond, einer der traditionell besten F\u00e4llzeitpunkte f\u00fcr Nutzholz. Zu dieser Zeit ist das allerwenigste Wasser im Holz, und es soll ruhiger trocknen.<br>Fr\u00fch treffen wir uns im Wald. Zusammen mit Hannes und Diethard bereite ich die F\u00e4llung vor.<br>Als erstes machen wir ein kleines, pers\u00f6nliches Rital, bitten den Baum um Verzeihung und Hilfe. Dann greifen wir zu den \u00c4xten. Nicht aus Prinzip, sondern als Geste der Ehrfurcht vor dem Baum, nehmen wir diese F\u00e4llung mit Axt und Schrots\u00e4ge vor. Zun\u00e4chst entrinden Diethard und ich einen Streifen am Stammfuss. Dann wird der F\u00e4llkerb angezeichnet, und mit der langen Schrots\u00e4ge machen wir den Sohlschnitt. Mit den scharfen \u00c4xten schlagen wir im Wechseltakt den F\u00e4llkerb heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4xte faszinieren mich- so einfache, aber gewaltige Werkzeuge. Vor der Idee, Klingen an Stiele zu binden, lebten unsere Vorfahren als J\u00e4ger und Sammler in einer vorgefundenen Umwelt.<br>Seit der Erfindung der Axt zum Ende der mittleren Steinzeit, formen wir unsere Umwelt, im Guten wie im Schlechten. Schon mit Bronzebeilen liessen sich \u00f6kologische Katastrophen anrichten, Zeuge davon sind die Karstgebirge ums Mittelmeer, die einst von Eichenw\u00e4ldern bedeckt waren. Aber auch gute Nutzung gibt es schon lange- die meisten Naturschutzgebiete in Deutschland sind nicht Urlandschaftrelikte, sondern alte Kulturlandschaft, deren Artenvielfalt durch die traditionelle Nutzung erst entstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist der F\u00e4llkerb fertig und Hannes und Diethard beginnen auf der gegen\u00fcberliegenden Seite mit der fast 2 m langen Schrots\u00e4ge den F\u00e4llschnitt. Singend frisst sich der d\u00fcnne Stahl Zentimeter f\u00fcr Zentmeter in das Holz.<br>Peter Brauer, der alte F\u00f6rster, der im Projekt die Geschichte unserer Eiche aufgeschrieben hat, hat in seiner Lehre noch alle B\u00e4ume so gef\u00e4llt, heute ist es fast schon eine Seltenheit, einen Waldarbeiter mit Motors\u00e4ge f\u00e4llen zu sehen, die meisten B\u00e4ume werden von Harvestern geerntet.<\/p>\n\n\n\n<p>Tiefer und tiefer dringt die S\u00e4ge in den Stamm ein, und aus Sicherheitsgr\u00fcnden ziehe ich mich zusammen mit den anderen Beobachtern aus dem Gefahrenbereich zur\u00fcck. Aus 50 m Abstand schauen wir zu, wie die beiden am Stamm knien und die S\u00e4ge gleichm\u00e4ssig hin und herziehen. Der erste Keil wird gesetzt, die Hammerschl\u00e4ge hallen durch den Wald.<br>Dann ist es soweit, nach vielleicht 20 Minuten S\u00e4gen sehe ich die beiden aufspringen, Diethard schl\u00e4gt die Keile nach, der Baum knackt und \u00e4chzt einmal, neigt sich, und f\u00e4llt mit einem grossen Krachen, das ich bis in meine F\u00fcsse sp\u00fcren kann, zu Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir gehen zum Stamm, freuen uns, dass alles gut gegangen ist. Der Stamm aufgerissen, weil er auf seiner Hauptgabelung gelandet ist.<br>Wir haben ihn in diese Richtung gelenkt, weil er so am wenigsten Schaden an den Nachbarb\u00e4umen anrichtet. F\u00fcr den Verkauf von Wertholz w\u00e4re diese St\u00fcck unbrauchbar, f\u00fcr uns macht das nichts, weil wir nur einen Teil aufs\u00e4gen und den Rest ohnehin durch spalten aufschliesssen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erster Blick auf die Jahresringe: so fein! Das genaue Ausz\u00e4hlen wird nur mit Lupe m\u00f6glich sein, ein erster \u00dcberschlag kommt auf ca. 360 Jahre. Allerfeinstes Eichenholz, fein und mild, das ist es wof\u00fcr die G\u00f6hrde und die Traubeneiche ber\u00fchmt sind. Eichenholz ist weicher und homogener wenn langsam gewachsen, dies ist das Material, das schon im Mittelalter bei Bildhauern und Kunsttischlern begehrt war, heute werden haupts\u00e4chlich Furniere draus geschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich weiss aus unserer Recherche \u00fcber die Geschichte dieses Waldstandortes, dass hier im Hohen Holtz 1662 Traubeneichen gepflanzt worden sind. Dann ist unsere Eiche tats\u00e4chlich eine von jenen, die damals gesetzt worden sind. 1662- 353 Jahre hat dieser Baum hier gestanden, ist von mehr als 12 F\u00f6rster- und Waldarbeitergenerationen gehegt und gepflegt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>1662- erst seit 14 Jahren war der 30j\u00e4hrige Krieg vorbei, und 8 Jahre zuvor, 1654, ist in der G\u00f6hrde eine Forstordnung erlassen worden, in der festgelegt wurde, dass<br>&#8222;immerw\u00e4hrende best\u00e4ndige Holznutzung&#8220; und &#8222;beharrliche Feuerung von Jahren zu Jahren &nbsp;jetziger und k\u00fcnftiger Zeiten den Nachkommen bleiben und folgen m\u00f6ge.&#8220; &nbsp; Es ist also, ohne den Begriff zu nennen, das Nachhaltigskeitsprinzip ausformuliert worden, der Gedanke, dass fortan nie mehr gef\u00e4llt werden soll, als nachw\u00e4chst. Woraufhin B\u00e4ume gepflanzt wurden, die heute erst schlagreif sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun treffen auch die anderen Projektteilnehmer ein. Bei Apfelpunsch am Lagerfeuer reden wir \u00fcber unsere Vorhaben, und bedanken uns bei Forstamt G\u00f6hrde f\u00fcr den Baum. Dann beginnen wir, das Holz unter den 30 Teilnehmern aufzuteilen, Kettens\u00e4gen machen erste Trennschnitte, einige St\u00fccke werden aufgespalten und mit Schubkarre abtransportiert, die grossen St\u00fccke sollen sp\u00e4ter von einem Forwarder abgeholt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde diese Vorstellung,nun zu verarbeiten, was ein Mensch vor 353 Jahren mit H\u00e4nden und Spaten gepflanzt hat, sehr ber\u00fchrend. M\u00f6gen wir sch\u00f6ne Dinge draus herstellen.&nbsp;<br>Und m\u00f6gen die Eichen, die wir pflanzen, \u00e4hnlich lange leben und sp\u00e4tere Menschen begl\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Michail Sch\u00fctte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnes Holz, das ist frisches Holz, ungetrocknet. Aber reisst das dann nicht, und haben wir nicht mal geh\u00f6rt, dass man nur trockenes Holz verarbeiten kann? 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